Keine Kürzungen an der Buslinie 2002

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,

sehr geehrte Mitglieder des Rats der Hansestadt Stade,

mit Bedauern haben wir als Anwohner des Schwedenviertels, Nutzer und Unterstützer der Buslinie 2002 erfahren, dass diese erneut im Angebot reduziert werden soll, um die Anbindung der Heidesiedlung und Hagen zu ermöglichen.

Aufgrund der bislang geringen Auslastung ist diese Vorgehensweise aus rein betriebswirtschaftlicher Sicht nachvollziehbar. Aus Umwelt- und verkehrspolitischer Sicht sind die Pläne hingegen von uns nicht nachvollziehbar.

Von der Bundesregierung werden große Anstrengungen unternommen, die CO2-Emissionen zu reduzieren. Gleiches gilt für die Stickoxid-Emissionen in den Innenstädten. Hier trägt der ÖPNV maßgeblich zu einer Reduzierung bei. Dies setzt allerdings auch ein attraktives und flächendeckendes Angebot des ÖPNV voraus. Kurze Wege zu den Haltestellen und eine enge Taktung führen erfahrungsgemäß zu steigenden Fahrgastzahlen. Bestes Beispiel ist die Linie 2007 in Stade.

Die Pläne, die Linie 2002 in ihrem Angebot weiter zu reduzieren, sind genau das Gegenteil davon. Uns ist das offensichtlich bestehende Akzeptanzproblem der Linie 2002 bekannt. Von den 1042 Anwohnern (Stand 05.09.2017) im Schwedenviertel, nutzen nach den Zahlen der KVG nur gut 1 % den Bus. Hier ist noch deutliches Potential nach oben, zumal im älteren Teil des Viertels ein Generationswechsel stattfindet und junge Familien hinzuziehen. Die Pläne, die ohnehin schwach genutzte Buslinie noch weiter zu kürzen, wird aber nur zur Folge haben, dass noch weniger Fahrgäste die Linie nutzen. Schüler kommen zwar morgens zum Vincent-Lübeck Gymnasium und zu den Berufsschulen, aber mittags nicht mehr nach Hause. Gleiches gilt für Eltern, die ihrer Kinder zur Kita bringen oder Menschen, die halbtags arbeiten. Kaum einer wird seine Einkäufe über weite Fußwege von den Haltestellen der Linie 2025 oder der Linie 2007 schleppen. Die nächste Evaluierung in drei Jahren wird dann nur noch die Diagnose eines versiegenden Pulses der Linie stellen können. Das Schwedenviertel wäre dann in großen Teilen vom ÖPNV abgekoppelt.

Diese Abwärtsspirale möchten wir gerne unterbrechen. Maßnahmen hierzu sind auf der Webseite www.pro-2002.de aufgeführt. Aber alle Maßnahmen benötigen Zeit. Die Unterzeichnenden bitten daher die Bürgermeisterin und den Rat der Hansestadt Stade, die Buslinie 2002 von Kürzungen zu verschonen und in der vorhandenen Taktung zunächst für ein weiteres Jahr bestehen zu lassen.


Felix Kruse - www.Pro-2002.de    Verfasser der Petition kontaktieren


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