Warum musste Asli sterben??? Was kommt noch???

Sehr geehrte Damen und Herren,

als international tätiger Tierschutzverein, der u.a. auch eine Niederlassung in ihrem schönen Land Türkei betreibt, wenden wir uns heute aufgrund eines sehr traurigen Anlasses direkt an Sie.

Zunächst einmal muss ich Ihnen das Ehepaar Anne und Uwe Holte vorstellen, sie besuchen Ihr Land und speziell die Stadt Alanya bereits seit 1989 mehrmals im Jahr und besitzen hier auch seit langer Zeit eine Eigentumswohnung. Herr Holte ist seit dem 01.02. diesen Jahres Pensionär, und daher hatte das Ehepaar Holte sich eigentlich dazu entschlossen, in Zukunft einen großen Teil des Jahres in Alanya zu verbringen. Da beide außerdem noch sehr tierliebe Menschen sind und ihnen die Problematik und das Elend der Straßentiere schon seit langem sehr nahe geht, haben sie sich bereits im Herbst des vergangenen Jahres entschieden, zwei junge Welpen, die auf der Straße geboren wurden und dort kaum eine Chance zum Überleben hatten, zu adoptieren, um ihnen ein schönes Leben in Geborgenheit und Sicherheit zu geben. Dazu haben sie diese beiden Welpen medizinisch versorgen und impfen lassen, sie während ihrer Abwesenheit, auf eigene Kosten, in einer Tierpension untergebracht, mit dem endgültigen Ziel sich ihren Traum, einen gemeinsamen Lebensabend mit 2 geliebten Haustieren, - die sie, wie schon einmal erwähnt, vor dem Leben im Elend auf der Straße gerettet haben -, in ihrem schönen Land zu erfüllen.

Leider ist dieser Traum am 24.02.2013 jäh geplatzt, weil nämlich an diesem Tage einer der beiden Hunde, durch am Strand von Oba ausgelegtes Gift, auf grausame Weise zu Tode gekommen ist.

Herr Holte war an diesem Tag mit seinen Hunden Mutlu und Aslì am Oba-Strand ungefähr auf Höhe des White Kolar Hotels spazieren. Es waren viele Familien mit kleinen Kindern und auch mit Hunden unterwegs. Es lag sehr viel Treibgut und anderer Abfall am Strand, seine beiden Hunde schnüffelten herum und plötzlich hatte Aslì einen weißen Papierfetzen in der Schnauze. Herr Holte ist sofort hingerannt und hat ihr die Reste davon abgenommen. Dann sind sie noch ein paar Minuten weiter gelaufen und plötzlich hatte Aslì wasserdünnen Durchfall und erbrach sich. Danach machte sie noch ein paar Schritte und brach zusammen. Herr Holte hat sie sofort auf den Arm genommen, ist zum Auto gelaufen und zur Klinik von Dr. Öczan Barcin in Mahmutlar gerast. Da er ihn von unterwegs angerufen hatte, trafen sie gleichzeitig an seiner Praxis ein und er begann sofort damit Aslì mit Infusionen verschiedenster Art zu helfen. Leider vergeblich. Zuerst sah es so aus als wenn sie sich erholen würden, sie hob den Kopf und wedelte sogar mit dem Schwanz, aber kurz danach kam plötzlich Blut aus Mund und Nase geschossen und der Dr. hat sie dann von ihren furchtbaren Leiden erlösen müssen. Er äußerte Herrn Holte gegenüber, dass ein solches stark und schnell wirkendes Gift nicht so ohne Weiteres zu bekommen sei, er ließ also durchblicken, dass so etwas Furchtbares nur für offizielle Stellen erhältlich sei, zur wirkungsvollen und schnellen Schädlingsbekämpfung – was für eine furchtbare Methode –. Aslìs Todeskampf von der Aufnahme des Papierfetzens – wenn das die Ursache war – bis zu ihrer Erlösung durch den Tierarzt hat höchstens 45 Minuten gedauert, die Todesursache wäre multiples Organversagen verbunden mit inneren Blutungen. Sie ist ca 6. Monate alt geworden, war soweit ausreisefertig und sollte Ende März mit Herrn Holte zusammen vorübergehend nach Deutschland reisen. Sein anderer Hund, Mutlu, ist seitdem völlig verstört, sie frisst nicht, weicht nicht mehr von seiner Seite und schaut ihn immer wieder mit so einem fragenden und auch vorwurfsvollen Blick an, es zerreißt ihm das Herz.

Traurigkeit, Kummer, Entsetzten und grenzenlose Wut, werfen Fragen auf:

Wer tut so etwas?

Was sind das für Kreaturen?

Wer kommt an diese Art von Gift?

Der Otto-Normalverbraucher mit Sicherheit nicht, aber wer dann...?

Wer gibt den Auftrag und wer führt ihn aus?

Sind diese Menschen sich dessen bewusst, dass ihr Gift auch Menschen töten kann?

Mal vom vergifteten Grundwasser ganz zu schweigen, was ist, wenn die Opfer nicht Aslì, Ates oder Zeytin heißen?

Sondern Nicole, Dilara, Mehmet oder Ayse?
Viele haben nicht vor, die Sache auf sich beruhen zu lassen.

Die Türkei hat seit 2004 ein Tierschutzgesetz, welches jedoch nur auf dem Papier Bestand zu haben scheint. Nach wie vor werden - überwiegend heimatlose Hunde - zu Tausenden qualvoll umgebracht, um die zweifelsohne vorhandenen Überpopulationen von Hunden und Katzen in der Türkei zu reduzieren, Letzteres zumindest erhoffen sich die Behörden von den Massentötungen. Dass es dabei auch immer wieder zur Tötung von Tieren kommt, die eigentlich ein behütetes Zuhause haben, geimpft und kastriert sind und damit weder zur - immer noch vorhandenen - Tollwutgefahr noch zur Überpopulation beitragen können, wird dabei billigend in Kauf genommen.

Es wäre schön, wenn sie, die Mitglieder der türkischen Regierung ihre Provinzen, Städte und Gemeinden dazu anhält und auch überwacht, dass das derzeit gültige und auch sehr fortschrittliche Tierschutzgesetz der Türkei, welches ausdrücklich die Tötung von Straßentieren verbietet, auch tatsächlich eingehalten wird.

Die Verantwortlichen in der Türkei haben bislang nicht verstanden, dass die Methoden, sich der heimatlosen Tiere zu entledigen, nicht „nur“ grausam und inhuman, sondern auch absolut kontraproduktiv sind. Es liegen Dutzende von Schriftstücken vor - allen voran der Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) -, die belegen, dass Tötungen von Tieren aus einem bestimmten Revier an dem Problem der Überpopulation nichts verändern:
„Jede Reduzierung der Populationsdichte durch Sterblichkeit wurde schnellstens durch eine bessere Fortpflanzung und eine höhere Überlebensrate ausgeglichen. In anderen Worten bedeutet dies: Werden Hunde an einem Ort entfernt, erhöht sich die Lebenserwartung der übrigen Hunde, da sie größere Zugang zu Ressourcen haben und sich diese nicht mit Mitstreitern teilen müssen.“

In Falle der Familie Holte hat dieser tragische und völlig sinnlose Vorfall aus Türkei-Bewunderern, die über viele Jahre, das Klima, die Gastfreundlichkeit, die kulturellen Schätze und vor allem auch die sehr freundlichen Menschen sehr geschätzt haben, und eigentlich auch dort ihren Lebensabend verbringen wollten, zumindest Türkei-Skeptiker - wenn nicht sogar -verweigerer gemacht und sie werden bestimmt nicht die Einzigen sein, die so ein trauriges Schicksal ereilt hat und dann ähnlich denken könnten.

Helft uns mit,  ein Ende zu setzten, oder zu verbessern....

 

 


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