Stoppt die passive Streunertötung in Belgrad!

Zurück zum CNR- Programm!

Mit unserer Unterschrift protestieren wir gegen den gewissenlosen Umgang der Behörden in Belgrad mit den Straßentieren der Stadt!

Seit dem Jahr 2009 ist das Töten von streunenden Tieren in Belgrad (Serbien) gemäß Verfassungsgericht sowie dem bestehenden Tierschutzgesetz verboten!

Einige Jahre verfolgte die Stadt Belgrad deshalb auch kontinuierlich und vorbildlich die weltweit angesehene „Catch-neuter-release-Strategie“ (CNR), ließ Streuner kastrieren, mit Mikrochips kennzeichnen und impfen und setzte sie anschließend wieder in ihrem gewohnten Revier aus.


Aber nun erfuhr der Tierschutz vor Ort eine tragische Kehrtwende:

All die Streuner, die in den vergangenen Jahren kastriert und gechipt (und somit auch registriert) worden waren, wurden seit September 2011 massenweise von den städtischen Hundefängern eingefangen und in die völlig überfüllten städtischen Tierheime gebracht.

Die Personen und Organisationen, auf deren Namen die Tiere einst registriert wurden, müssen nun hohe „Service-Gebühren“ zahlen, wenn sie das von Ihnen betreute Tier aus dem Tierheim holen wollen.

Viele Tierschutzorganisationen ließen in der Vergangenheit Straßentiere zu deren Schutz auf die Organisationen registrieren, damit klar sein sollte, dass sich um diese Tiere dauerhaft gekümmert wird. Die Hunde wurden gemäß der CNR-Strategie in ihren alten Revieren belassen. Nun wird von Seiten der Stadt Belgrad versucht, diese Streuner als „Hunde mit Besitzer“ zu deklarieren! Das Registrieren dieser Hunde soll den Tierschutzorganisationen so nun zum Verhängnis gemacht werden.

Die  „Service- Gebühr“, die nach dem Einfangen der Hunde fällig wird, ist alles andere als gerechtfertigt und summiert sich in kürzester Zeit auf horrende Beträge (Einfangen des Tieres durch „Veterina Beograd“ pauschal € 55 pro Hund + „Unterbringungspauschale im Tierheim“ von ca.
€ 4,60 pro Tier und Tag). Geld, das weder die Privatpersonen noch die Tierschutzorganisationen aufbringen können, denn das monatliche Durchschnittseinkommen in Serbien beträgt durchschnittlich € 300!

Hat man die „Service-Pauschale“ bezahlt und will den Hund gemäß jahrelang von der Stadt Belgrad propagierter CNR-Strategie wieder in sein Revier zurückbringen, wird er wieder eingefangen und wieder wird eine „Service- Gebühr“ vom "Besitzer" verlangt.

Und es kommt sogar noch schlimmer:

Verantwortliche Behörden versuchen den Tierschutzorganisationen „unverantwortliche Tierhaltung“ zu unterstellen – und das, obwohl die Hunde nie ein klassisches Zuhause hatten!

Die serbischen Gerichte werden demnächst darüber entscheiden, ob den „unverantwortlichen Tierhaltern“ zusätzlich ein Gerichtsverfahren drohen wird: Die Ordnungsstrafe soll hier bis zu € 500  für Privatpersonen und bis zu € 8.700  (1 Millionen
Dinar!) für Tierschutzorganisationen betragen. Dies muss verhindert werden!

Die städtischen Tierheime sind derweil völlig überfüllt. Die Hunde werden wahllos zusammengeworfen, viele beißen sich gegenseitig tot. Kastrierte und unkastrierte Hunde kommen zusammen, Rüden und Hündinnen gleichermaßen, unkastrierte Tiere pflanzen sich weiter fort. Epidemien durch Parvovirose und Staupe raffen zahllose Hundeleben dahin. Die Hunde infizieren sich rasend schnell auf dem engen Raum und verenden dann qualvoll.

Die Stadt Belgrad lässt Straßentiere zwar nicht mehr direkt töten, sorgt aber durch ihr Vorgehen dafür, dass tausende Tiere qualvoll in den städtischen Tierheimen sterben!

Sie handelt somit komplett konträr zu den Regularien ihrer offiziell vorgestellten „Strategie für herrenlose Hunde und Katzen“!

Die WHO (World Health Organization) empfahl in den 80er Jahren die CNR- Strategie, um die Populationen von Straßentieren zu verkleinern. Das massenhafte Kastrieren und Wiederaussetzen von Straßentieren ist die einzig effiziente und tierfreundliche Methode zur Bekämpfung des Tierelends auf Europas Straßen.

Wie soll nun die jahrelang auch von der Stadt Belgrad propagierte und von sämtlichen Tierschützern unterstützte CNR-Strategie  funktionieren, wenn die Streuner nicht mehr in ihre Reviere zurückgebracht werden dürfen ("Release")?



Wir, die Unterzeichnenden, fordern die Stadt Belgrad und alle Verantwortlichen auf, das sinnlose Einfangen und Inhaftieren von Straßentieren in städtischen Tierheimen sofort zu stoppen!

Die Situation in den überfüllten Tierheimen kostet schon jetzt tausenden Hunden das Leben!


Wir fordern zudem eine sofortige Rückkehr zum CNR- Programm:

Die Hunde müssen dort wieder freigelassen werden, wo sie aufgegriffen wurden!

Denn nur so ist dauerhaft und effektiv eine tierfreundliche Lösung des Streunerproblems herbeizuführen!



Diese Petition ist an folgende Personen und Institutionen gerichtet:


Dragan Dilas -  Bürgermeister von Belgrad

Mladan Dinkic - Finanzminister

Slobodan Selakovic- Justizminister

Predrag Petrovic- Sektor Zoohygiene Belgrad

Dr. Terzin - Verantwortlicher für die Umsetzung der „Strategie für herrenlose Hunde und Katzen“


Das Veterinäramt in Belgrad


Das serbische Präsidentschaftssekretariat


Das Finanzministerium


Das Justizministerium

 

 

English version



Stop the passive killing of strays in Belgrade!

Back to the CNR-programme!

 

With our signature we protest against the city of Belgrade’s unscrupulous handling of strays!

According to the constitutional court as well as to the Protection of Animals Act in force the killing of strays has been forbidden
in Belgrade (Serbia) since 2009!

Thus the city of Belgrade continuously practised in an exemplary way the worldwide respected strategy of ‚Catch-Neuter-Release‘ (CNR) for a couple of years, had strays neutered, microchipped and vaccinated and finally released them in their original habitat.

But recently the local animal welfare suffered a tragic U-turn:

From September 2011 onwards, all of the strays which were neutered and chipped (and thus also registrated) over the last years were caught
by the score by municipal dog catchers and brought to the completely overcrowded municipal shelters.

Private people as well as organisations having registrated animals on their names do now have to pay high ‚service fees‘ in order to get their animals out of these shelters.

In the past, many animal rights groups had animals registrated on the name of their organisations in order to protect them and to
make clear that they are permanently taken care of. According to the CNR-strategy the dogs were left in their old habitats. Now the city of Belgrade tries to declare these strays as “dogs having an owner”! Having the animals registrated earlier on shall be the animal rights groups’ doom now.

The ‚service fee‘ being due after the dogs were caught is anything but justified and accumulates to horrendous amounts in no time (catching
a dog by „Veterina Beograd“ amounts to a lump sum of € 55 for each animal + „lump sum for shelter accommodation” amounting to about € 4,60 for each animal per day). Thus we are talking of enormous amounts of money which neither private persons nor animal rights groups may afford because the monthly average income in Serbia totals € 300!

In case that someone pays the ‘service fee’ and brings the dog back to its original habitat (thus following the CNR-strategy propagated by the city of Belgrade for years) the dog will soon be caught again and the „owner“ will have to pay the ‘service fee’ anew.


And things are even getting worse:

The responsible authorities try to impute to the animal rights groups that they practise a kind of „irresponsible keeping of animals“ –
although these animals never had a home in the classic sense!

Serbian courts will soon have to decide whether the „irresponsible owners of animals“ will additionally be threatened with a legal
procedure: The administrative penalty shall amount up to € 500 for private persons and up to € 8.700 (one million dinar!) for animal rights groups. This has to be prevented!

In the meantime, the municipal shelters are completely overcrowded. Dogs are penned up at random, many of them bite each other to
death. Neutered and unneutered dogs, males and females, all of them are kept together, and intact animals of course reproduce themselves. Epidemics by canine parvovirosis and distemper are carrying many dogs off. The dogs contaminate each other rapidly within this small space and subsequently perish painfully.


Although the city of Belgrade has no longer killed the dogs directly it nevertheless
causes the painful death of thousands of animals in the municipal shelters!
Thus the city of Belgrade acts completely contrary to the regulations of its own and officially presented “strategy for straying dogs and cats”!


Back in the eighties already, the World Health Organization (WHO) recommended the CNR-strategy in order to reduce the population of strays. ‘Catch-Neuter-Release’ is the only efficient and animal friendly method to battle against the misery of strays all over Europe.


How may the CNR-strategy (which was also preached by the city of Belgrade for some years and is, of course, supported by all of the animal rights activists) work now if the strays cannot be brought back into their former habitats (“release”)?


We, the signatories, ask the city of Belgrade and all persons in charge to immediately stop the meaningless catching and arresting of strays in municipal shelters!


Already now the situation in the cram-full shelters claims the lives of thousands of dogs!

Furthermore, we ask for a prompt return to the CNR-programme: The dogs have to be released in exactly those places where they were caught!

This is the only way to permanently and effectively solve the problem of strays in an animal friendly way!



This petition is directed to the following persons and institutions:


Dragan Dilas - Mayor of the city of Belgrade

Mladan Dinkic - Minister of finance

Slobodan Selakovic - Minister of justice

Predrag Petrovic - Sector ‚zoo hygiene‘ Belgrade

Dr. Terzin - Responsible person for the realisation of the „strategy for straying dogs and cats“


The veterinary office in Belgrade

The Serbian office of presidency

The ministry of finance

The ministry of justice




ETN e.V. und Euro-P.A.S. e.V.    Verfasser der Petition kontaktieren

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