Stoppt den Bürgerkrieg in Syrien! Vordringlich Frieden fördern!

Enormes Bürgerkriegselend in Syrien: Fünfdreiviertel Jahre und kein Ende? Jetzt auch noch Bomben auf Spitäler und Schulen sowie ausgehungerte, zerstörte Städte: Viel zu verwerflich! Es reicht!! Wann lässt sich die Welt aufrütteln und fordert laut und deutlich schweigende Waffen? Jetzt muss endlich sehr schnell ein totaler Waffenstillstand für alle Truppen her: Keine Geländegewinne mehr auf Kosten der Zivilbevölkerung, sondern freie Bahn für Hilfe an sie. Und sofort zurück an den Verhandlungstisch in Genf!

Wann keimt endlich ein Fahrplan hin zum Frieden? Es ist höchste Zeit, dass sich die beteiligten Weltmächte und die regionalen Parteien gemeinsam darauf zu besinnen und daran zu arbeiten beginnen: Die Bevölkerung sehnt sich danach. Sie hat viel zu viel durchgelitten – Beispiel Aleppo.

Über 400'000 Tote, mehrere Millionen Vertriebene und Traumatisierte, zerbombte und teils ausgehungerte Städte, zerstörte Infrastrukturen, radikalisierte Fronten und verhängnisvolles Übergreifen auf den Irak: In seinen nunmehr bald sechs Jahren Dauer hat der schwere Bürgerkrieg in Syrien unglaubliche Opfer und Schäden gefordert. Und eigentlich nur Verlierer: Womit sollen Assad und Russland nur den Wiederaufbau stemmen? Und: Was kann da bloss Frieden bringen? 

Europa schaut weg. «Es ist tragisch und traurig, wie die westliche Welt bei Syrien nur zuschaut», sagt ein Schweizer Flüchtlingshelfer aus Syrien*. «Die Menschen brauchen Medizin, Essen, Kleider. Als ich das letzte Mal vor Ort war, kamen mir die Tränen.» Den gebürtigen Syrer stört, dass die westlichen Medien vor allem über die Terroristen schreiben und weniger über das menschliche Leid. Dieses ist immens, zumal laut Uno ungefähr die Hälfte der Bevölkerung auf der Flucht ist. Sowie auf allen Seiten schreckliche Kriegsverbrechen geschehen – ebenfalls laut Uno. 

Lange hat besonders Europa betreten weggeschaut, als ob es die ganze Krise nichts gegangen wäre. Dabei fliehen via Mittelmeer Tausende weiterer Bootsflüchtlinge – von mehreren Millionen – nach Europa. Ohne wirklich auf sie vorbereitet zu sein! Nur schon Rettung und Empfang wären ohne Hilfe vieler Freiwilliger ein einziges Debakel. Innerhalb Europas schieben viele Regierungen einander Flüchtlinge und den schwarzen Peter zu. Das ist unwürdig. 

 

Er blickt in eine ungewisse Zukunft. Bildquelle: http://www.syriaid.ch

 

Was braucht es noch, damit das Elend in Syrien die Welt auf breiter Front aufrüttelt? Statt noch mehr Bomben braucht Syrien doch besonnene Köpfe, die über ihre Schatten springen, sich zusammenraufen und Konzepte auszuhandeln beginnen, die Syrien Schritt für Schritt vom Krieg zum Frieden zurückführen!

Lassen Sie uns nicht länger wegschauen in Syrien! Lassen Sie uns endlich richtig hinsehen und aufschreien gegen dieses Kriegselend! Lassen Sie uns Druck machen für schweigende Waffen, Wiederaufbau, Schutz der Minderheiten und Rückkehr zur menschenwürdigen Zivilisation!

 ***

«Die Unterzeichnenden fordern die Uno und deren Mitgliedsländer, inkl. Regional- und Schutzmächte, dazu auf:

  • Den Fokus aller Schutz- und Regionalmächte ab jetzt von Kriegshandlungen weg auf die Nöte der Zivilbevölkerung, den Wiederaufbau kaputter Infrastrukturen und das Wohlergehen des ganzen Landes Syrien zu richten.
  • Die Waffen möglichst rasch zum Schweigen zu bringen, damit sie nicht noch mehr Tod, Verletzungen, Zerstörung, Hunger, Durst, medizinische Notstände und Flucht bringen! Die am 12.02.2016 in München vereinbarte Waffenruhe ist von allen Beteiligten bedingungslos einzuhalten.
  • Ab sofort absolut keine Bomben mehr auf sensible Einrichtungen wie Schulen und Spitäler abzuwerfen! Egal, unter welchem Vorwand: Solche widerlichen Kriegsverbrechen lassen sich durch nichts rechtfertigen! Beispiel: Wer Assads Politik nicht unterstützt, ist doch nicht automatisch ein Terrorist!
  • Umgehend für genug Mittel zu sorgen, damit die Flüchtlinge in der ganzen Region wirksame Hilfe in Bezug auf Lebensmittel, Wasser, Hygiene und im Winter besonders auch Kälte- und Wetterschutz erhalten.
  • Immer mehr Bürgerkriegsparteien auf einen vollständigen Waffenstillstand zu verpflichten und – sollte die eine oder andere Partei diesen Waffenstillstand brechen – auf Bussen. Das dafür nötige Sperrkonto soll unter internationaler Kontrolle als Fonds dem Wiederaufbau dienen.
  • Stärker als bisher in Syrien den Frieden zu fördern, dafür Konzepte zu entwickeln, mit den vom internationalen «Kampf gegen den Terror» verschonten Regionen zu beginnen und dabei willige Regionalparteien einzubeziehen.
  • Sich im Uno-Sicherheitsrat endlich auf ein gemeinsames Vorgehen zu einigen, das neue Wege geht, Kompromisse zulässt und dem Bürgerkrieg die Geldquellen zudreht.
  • die Kriegsverbrechen – wie etwa Bombenabwürfe auf Schulen, Spitäler, Altersheime usw., Giftgaseinsätze, Fassbomben, etc. – möglichst lückenlos aufzuklären und die Verantwortlichen durch ein internationales Gericht hart zu bestrafen.
  • Für Respekt und Schutz jeglicher Minderheiten zu sorgen, wie Christen, Jesiden oder Kurden. Ihnen ist gemäss Uno-Menschenrechtskonvention das Recht zu lassen, ihr Leben auf ihre eigene Weise zu führen.»

***

Regiehinweise: Die Petition soll nach der Unterschriftensammlung der Uno in Genf übergeben werden. Bitte unterschreiben Sie (als Paar, Familie, WG) einzeln, wenn Sie das Anliegen mittragen. Führen Sie unter «Stadt» Ihre politische Wohngemeinde auf (ohne Adresse). Die Spalte «Kanton/Bundesland/Provinz» unterscheidet gleich lautende Gemeinden. Vielen Dank.

 

Interessante Links zum Thema:

* Sendungen auf Radio SRF 1 mit Ashti Amir, gebürtigem Syrer und Schweizer Flüchtlingshelfer für Syrer, und/oder Journalist Kurt Pelda, der Zuhörende aufrütteln will, vom 1./3.6.2014 bzw. 28./30.9.2014 und 29.8.2013 («Syrien: Wieso schauen wir einfach weg?»): 

http://www.srf.ch/sendungen/tagesgespraech/ashti-amir-die-welt-schaut-bei-syrien-einfach-weg 

http://www.srf.ch/sendungen/menschen-und-horizonte/kurt-pelda-pendler-zwischen-krieg-und-frieden 

http://www.srf.ch/sendungen/forum/syrien-wieso-schauen-wir-weg

 

Infos über und Hilfsmöglichkeit für syrische (und teils auch irakische) Flüchtlinge: 

http://www.worldvision.ch/de/newsroom/news/syrienkrise-neue-strassen-fuer-fluechtlinge-in-jordanien/http://www.syriaid.ch, http://www.csi-int.org/ch-de/projekte/action/categoryList/category/nahost-projekt/

   

Neuer Uno-Menschenrechtskommissar fordert den Westen auf, sich stärker gegen die Not in Syrien zu engagieren: http://www.swissinfo.ch/ger/neuer-uno-menschenrechtskommissar-beklagt-gewalt-in-syrien-und-irak/40595752

Die Hilfsorganisation Oxfam wirft dem Westen vor, er übernehme zu wenig Verantwortung und helfe der Not leidenden Zivilbevölkerung in Syrien zu wenig: http://www.srf.ch/news/international/der-westen-stiehlt-sich-aus-der-verantwortung

Eindrückliche Bildergalerie: http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/bildstrecke/syrische-fluechtlinge-in-jordanien-1.18073114

 

 

 

 

 

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