Vom Mastschwein zum Glücksschwein

 

Einmalige Rettungsaktion in Deutschland!

Vom Mastschwein zum Glücksschwein – Ihre Stimme zählt!


Wir haben die Möglichkeit das Leben von 140 ehemaligen Mastschweinen zu retten. Das "Lösegeld" ist bezahlt, es gibt bereits sehr viele Paten und trotzdem hängt ihr Leben an einem seidenen Faden.





Können Sie sich ein Leben in Ständerhaltung, in einem Kastenstand vorstellen? Ein Leben, in dem Sie nur aufstehen und sich wieder hinlegen können? Ein Leben, das Sie nur in einem dunklen, stickigen Stall verbringen? Können Sie sich weiter vorstellen, dass Sie unter diesen Bedingungen Kinder auf die Welt bringen? … Wahrscheinlich nicht. Und doch ist dies bittere Realität in der deutschen Mastschweinezucht.

 

 

 

Wir wollen mittels dieser Petition den Behörden, Politikern und auch den Vertretern der Massentierhaltung zeigen, dass auch diese Tiere mit uns eine starke Lobby haben. Wir wollen die Zuständigen vor Ort nochmals inständig um Zeitaufschub und größtmögliche Nachsicht bitten, sowie alle tierliebenden Menschen, Tierfreunde und Tierschützer auffordern: Bitte unterstützt diese Unterschriftensammlung! Gebt den 140 Tieren Eure Stimme und setzt damit ein deutliches Zeichen für „die zarten Rüssel“. Wir brauchen für die Rettung von Seiten der Zuständigen in den Behörden, eine reelle – vor allem zeitliche – Chance…und eine Form der Zusammenarbeit, die beide Seiten zufrieden stellen kann, die Gesetzgebung und die Schweineverteidiger. Und ja, das ist möglich!



Die Hintergründe:

Einem günstigen Zusammentreffen von Tierschützern und einem (inzwischen ehemaligen) Schweinebauern ist es zu verdanken, dass diese großartige Rettungsaktion ins Leben gerufen werden konnte: „Wann reißt der Himmel auf? Auch für uns?!"

Zu diesem Zweck wurde Ende 2009 der Verein Rüsselheim e.V. (www.ruesselheim.com) gegründet – mit dem Ziel diesen landwirtschaftlichen Mastschweinbetrieb Schritt für Schritt aufzulösen und das Leben aller dortigen Schweine zu retten. Das, was bei Hunden und Katzen seit Jahrzehnten üblich ist, ist bei sog. Schlachttieren noch die Ausnahme: Die Rettung für ein freies, artgerechtes Leben – ohne Endstation Schlachthaus.

Nach vielen Monaten engagierter Arbeit, zusammen mit lokalen Tierschutzvereinen, Spendern, Paten und der Tierrechtsorganisation animal-peace Tierhof, gelang es in letzter Minute die Schweine vor dem Schlachthaus zu bewahren.
In den ersten Schritten der Rettungsaktion wurden insgesamt 140 Ferkel, Läufer, Mastschweine und Mutterschweine aus der Intensivhaltung gerettet. In Stapen (Sachsen-Anhalt) war dem Verein kurzfristig eine ehemalige Reithalle angeboten worden, die mit viel Enthusiasmus und Herzblut in ein vorübergehendes „Schweine Bed & Breakfast-Asyl“ umgewandelt wurde. Endlich konnten – zum ersten Mal - alle Tiere auf Stroh stehen und ihre arteigenen Bedürfnisse ausleben von denen sie bisher nur träumten.
Nun steht die Weitervermittlung auf geeignete Endplätze an. Trotz Freikauf und bestehenden Patenschaften sind noch immer nicht alle Schweine in Sicherheit. Denn wider Erwarten gibt es deutliche Bestrebungen Außenstehender diese Rettung zu blockieren, zu erschweren und letztendlich zu verhindern. Schweine haben in unserer Gesellschaft mehr Feinde als Freunde. Sicher ist, dass Schweine in der Intensivmast, in der Schlachtung und letztendlich auf dem Teller eine millionenschwere Lobby haben. Da darf man annehmen, dass gerettete Schweine mit Namen und Persönlichkeit eher störend wirken.

Das mediale Interesse ist dementsprechend groß. Kaum ein Tag vergeht ohne Medienberichterstattung (gute wie auch schlechte), kein Tag vergeht ohne erneute Anzeigen gegen die Schweineverteidiger (was bis zu handfesten Drohungen geht), all das erschwert uns weiter die Arbeit und lässt uns weiterhin um das Leben der Tiere bangen.

 

Sicherlich wissen sowohl die Tierschützer von Rüsselheim e.V. als auch begleitende Organisationen um die Probleme, die diese Tierrettung „in letzter Sekunde“ mit sich brachte – ebenso wie wir um die Probleme wissen, die uns obendrauf aus niederen Beweggründen gemacht werden. Wir wissen aber auch – und daran bestand nie ein Zweifel – dass die provisorische Notunterkunft stets nur für eine kurze Zeit gedacht war und nicht alle von Amtswegen festgelegten Rahmenbedingungen erfüllen konnte. Wir wissen aber auch, dass es den Schweine dort bestens geht, der Seuchenschutz gewährleistet ist und die Auflagen nun erfüllt werden konnten … während die schlimmsten Missstände in der kommerziellen Nutztierhaltung obligatorisch zugelassen werden. *)

Eine für die Schweine lebensbedrohliche Fristsetzung bringt die Tiere dennoch erneut in akute Lebensgefahr. Alle Tiere, die bis zum 02.02.2013 auf keinen geeigneten Lebensplatz verbracht wurden, sollen von Amtswegen getötet werden!

Keine vier Wochen … eine Deadline, die ganz sicher nicht hilfreich ist um rechtlich einwandfreie Plätze zu bieten, die auch den Tieren gerecht werden. Eine Hürde, die wir trotz allem nehmen werden, geeignete Plätze stehen in Aussicht.

Bitte unterstützt diese Unterschriftensammlung! Gebt den Tieren Eure Stimme und setzt damit ein deutliches Zeichen für „die zarten Rüssel“.


Rüsselheim e.V. & animal-peace Tierhof

 

Weitere Informationen:

http://reinholdkassen.wordpress.com/2012/12/02/russelheim-e-v-das-schweine-projekt/

http://www.vegan.eu/index.php/meldung-komplett/items/r%C3%BCsselheim_schweine.html

http://reinholdkassen.wordpress.com/2013/01/03/stellungnahme-von-animal-peace-tierhof-e-v-zur-schweinerettung-russelheim/



Allgemeine Information:


Alleine in Deutschland werden mehr als 1,1 Millionen Schweine pro Woche getötet. Im Schlachthof angekommen werden mehr als 13,5 % von ihnen nicht richtig betäubt und sie werden halb ausgeblutet bei vollem Bewusstsein mit siedeheißem Wasser verbrüht, damit der Konsument im Discounter möglichst billig Schweinefleisch kaufen kann… Traurig, dass solche Tierquälerei im 21 Jahrhundert nicht nur von den (meistens schlecht, oder gar uninformierten) Konsumenten, sondern auch vom Gesetzgeber toleriert bzw. unterstützt wird. Noch trauriger ist es aber, dass die kommerziell ausgeübte Tierquälerei gesetzlich besser geschützt ist als das ehrliche Bemühen engagierter Tierschützer, die rund um die Uhr ihr Bestes geben, um diesen Tieren ein Leben in Frieden zu ermöglichen. Denn - bei aller Kritik - sicher ist, dass es diesen Tieren hundert Mal besser geht, als jedem klassischen Mastschwein.

 

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*) In der kommerziellen Mast fristen die Tiere ein kurzes Leben in dunklen, stickigen Ställen. Sind sie weiblich werden sie zwangsgeschwängert und verbringen die meiste Zeit ihres Lebens in einem körper-großen Kastenstand/Ständer, in dem sie sich nicht mal umdrehen können.... der Nachwuchs wird ihnen weggenommen, die männlichen Ferkel werden betäubungslos kastriert, die Zähne werden ohne Narkose geschliffen und die Ringelschwänzchen abgeschnitten. Die Tiere leben auf Spaltenboden durch die ihr Kot fällt, diesen Gestank müssen die Tiere ihr ganzes Leben ertragen, durch die Gase entzünden sich ihre Lungen. Schmerzen haben sie zudem durch Überzüchtung, weil sie so schnell Fleisch und Speck ansetzen - ihre Knochen und Gelenke können diesem schnellen Wachstum kaum folgen. Nie dürfen sie die Sonne sehen, nie sich im Stroh wälzen oder im Schlamm wühlen, nie werden sie den Wind auf ihrer Haut spüren. Mit nur 6 Monaten (!) werden sie per Transporter, bei Kälte oder Hitze, ohne Futter und Wasser zu einem Schlachthof verbracht, in dem sie i.R. am Fließband, in Akkordarbeit, getötet werden

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