Rettet den Snowpark

Sehr geehrte Kronplatz Ag,;


Sehr geehrter Herr Präsident,;


Mit Bedauern, aber auch mit Verwunderung, habe ich von Ihren Plänen zur Verkleinerung des Snowparks am Kronplatz gehört und gelesen.
Ich selbst arbeite seit mehreren Wintern mit Leidenschaft als Snowboardlehrer hauptberuflich auf dem Kronplatz und verfolge selbst aktiv seine Erfolgsstory – nicht nur als „Schneespielwiese“ für junge, begeisterte Wintersportler, durch die der sog. „Glatzkopf“ durch die Einrichtung des Snowparks erheblich an Attraktivität gewonnen hat. Sondern vor allem als mediales Zugpferd eines Familien-Wintersportgebietes, dem – sagen wir es mal so – sonst doch eher die aufregenden Aspekte einer erfolgreichen Kommunikation fehlen.


Die gewissenhafte und mit Sicherheit auch kostenintensive Arbeit der Betreiber hat sich mehr als bezahlt gemacht. Auf der Ostseite des Kronplatz ist in den letzten drei Jahren ein Snowpark entstanden, der sicherlich als einzigartig bezeichnet werden kann. Den Vergleich mit ähnlichen Projekten in den größeren Resorts in Europa, hält der Snowpark am vergleichsweise kleineren Schigebiet Kronplatz durch seine Zentralität und einfache Zugänglichkeit, aber auch durch seine Ausmaße sowie den Komfort der mit ihm verbundenen modernsten Aufstiegsanlagen, locker stand.


Wenn man die Freeski - und Snowboardszene in Europa verfolgt, so ist das Echo, das der Snowpark in der kurzen Zeit seit seiner Entstehung in einschlägigen Fachmedien und Szenekreisen durch seine Veranstaltungen und perfekte Inszenierung ausgelöst hat, durchaus beachtlich. Dies schlägt sich in europaweit medialer Berichterstattung in Print- und Onlinemedien, Foto- als auch Videoveröffentlichungen zu Buche. Mal abgesehen davon, wie viele Freestyle interessierte Einheimische und Gäste aus dem In - und Ausland, die der Ferienregion hauptsächlich aufgrund des Snowparks einen Besuch abstatten, in Zukunft fernbleiben werden – keine zu unterschätzende Zahl: http://issuu.com/f-tech/docs/f-tech_mediareport_kp


Was ist der Kronplatz? Ein Vergnügungspark! Mit dem Ziel, möglichst vielen Menschen ein Schneeerlebnis der besonderen Art zu bieten, das sie so schnell nicht vergessen! Und warum besuchen Menschen einen Vergnügungspark? Genau! Wegen seiner Attraktionen! Umso interessanter ist für mich also die Frage: Warum wollen Sie in einem medialen Zeitalter von Felix Baumgartner und Co. auf eine derartige Attraktion verzichten? Warum sehen Sie den Snowpark nicht als das, was er ist? Ein elemanterer Bestandteil eines visionären, modernen und innovativen Wintersportangebots!


Auch wenn sicherlich nicht jeder persönlich in die Pro Line einsteigt, so lässt man sich von Bildern des ästhetischen und stilvollen „Performens“ gerne inspirieren, faszinieren und anziehen. So erzählt man doch gerne Freunden, Nachbarn – der Welt, dass man genau in dem Schigebiet mit den verrücktesten Konstruktionen aus Schnee, „die man je gesehen hat“, war.


In Zeiten, in denen von Menschen wie Ihnen das „Sichern der Zukunft“ groß geschrieben wird, erscheint es mir mehr als rätselhaft, warum den vielen erlebnishungrigen jungen und junggebliebenen Menschen, die aus halb Europa nach Südtirol in den Winterurlaub reisen, in dieser Hinsicht am Kronplatz plötzlich nichts mehr geboten werden soll. Hat man doch ein Angebot aufgebaut, das mehr als sehr gut genutzt und angenommen wird. Und obendrauf auf eine Zielgruppe gebaut, die in Zukunft noch viele Jahre den Kronplatz als ihr Urlaubsziel wählen soll – auch wenn dann der Snowpark gegen die Familienpiste getauscht wird.


Bei der Vielzahl an konkurrierenden Angeboten, die den Trend der Zeit besser zu nutzen wissen, muss man kein Prophet sein, um mit Bestimmtheit sagen zu können, dass genau diese jungen, anspruchsvollen Zielgruppen in Zukunft ein anderes Wintersportgebiet suchen und finden werden, das es besser verstanden hat, ihre Bedürfnisse und Wünsche zu verstehen.


Nicht zuletzt finde ich es bedenklich, dass durch diesen von Ihnen angestrebten Schritt, den zahlreichen Jugendlichen aus der Umgebung die Grundlage für eine sinnvolle Beschäftigung genommen wird. Der Snowpark war und ist immer ein Treffpunkt zum gemeinsamen Austausch und Ansporn, sowie ein Ort, an dem eine gute Zeit verbracht werden kann. Die Freestyler, welche die vorhandenen Strukturen in den Ferien und an den Wochenenden zu Hunderten nutzen ( u.a. der Amateur Freestyle Club Vitamin F) wären gezwungen, ihr Training anderswo zu absolvieren, wenn nicht ganz aufzugeben.


Doch ich gehe davon aus, dass Sie diese Aspekte zur Genüge analysiert haben. Deshalb bitte ich Sie durch dieses Schreiben, mir eine Antwort auf die Frage zu geben, die ich in diesem Jahr von sicherlich vielen meiner Schüler gestellt bekommen werde: Perché è così piccolo lo snowpark? Adesso ho aspettato un anno per saltare la medium line!
In diesem Sinne: Rettet den Snowpark!
Mit aufrichtigen Grüßen
Robby Elzenbaumer
Snowboardlehrer, Bakk.Philosophie,


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