Petition gegen Ungleichbehandlung von Motorrad- und Mopedfahrern. Keine Streckensperrungen und Beschränkungen, die nur für Motorräder gelten.

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Das Ziel dieser Petition liegt vorrangig darin, den Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft aufzuzeigen, dass es der falsche Weg ist, eine Gruppe von Verkehrsteilnehmern durch gesetzliche Maßnahmen einzuschränken.

Viele Anwohner von starkbefahrenen Straßen wollen die Belastung durch übermäßigen Verkehrslärm nicht mehr hinnehmen und stellen die Motorradfahrer als Hauptverursacher dar.

Selbstverständlich ist für uns das Ansinnen der Betroffenen nachvollziehbar und verständlich, jedoch sind wir um eine objektive Darstellung und um eine gemeinverträgliche Lösung des Problems bemüht. Mit einer pauschalen Kriminalisierung und der damit verbundenen Ausschließung von Motorradfahrern sind wir nicht einverstanden.

Gleichheit für Jedermann ist leider oft nur noch eine politische Floskel. Dies wird derzeit durch die von einer Minderheit gewünschten und vieldiskutierten Wochenendfahrverbote verdeutlicht.

Die geplanten Fahrverbote für Motorräder werden aktuell für das Hahntennjoch, das Namlostal und die Pillerhöhe angedacht. Sie wären nach unserem Dafürhalten ein völlig falsches Signal und wahrscheinlich auch ein Wegbereiter für weitere Diskriminierungen einer großen Schicht "braver Steuerzahler".

Jedenfalls hätten damit viele Menschen für die Verfehlungen einer geringen Anzahl von "schwarzen Schafen" die Konsequenzen zu tragen. Abgesehen davon, wäre der wirtschaftliche Schaden für das Bundesland Tirol und darüber hinaus erheblich. Nicht nur die Motorradbranche und deren Händler, sondern auch die Gastronomie, Hotellerie, Tankstellen usw. wären davon betroffen. Weitere Branchen und Betriebe würden durch die in der Folge schrumpfenden Investitionsbereitschaft Schaden nehmen.

Wir bitten die zuständigen Politiker im Tiroler Landtag zu bedenken, dass alleine in Österreich fast 40.000 Arbeitsplätze quasi von der Motorradleidenschaft vieler Mitbürger abhängen. Über 800.000 Menschen, also ca. 10% der Österreichischen Bevölkerung nutzen einspurige Kraftfahrzeuge entweder um zur Arbeit zu gelangen und/oder als Fortbewegungsmittel in der Freizeit. In diesem Zusammenhang muss die Straßennutzung allen Verkehrsteilnehmern gleichermaßen zustehen, zumindest so lange sie die dafür vorgeschriebenen Steuern entrichten. Es ist wahrscheinlich nicht davon auszugehen, dass im Zuge eines Motorradfahrverbotes eine Steuerrückvergütung oder Steuererleichterung für Motorradfahrer angedacht wird, um die Nutzungseinschränkung auszugleichen. 

Die von öffentlichen Institutionen erstellten Lärmkarten, die auch im Internet einsehbar sind, zeigen, dass im Tiroler Lechtal, von wo die Initiative für das Motorradfahrverbot ausgeht, die Lärmbelastungen im Vergleich zu anderen Tiroler Regionen verhältnismäßig gering ausfallen.

Erfreulich ist auch, dass dort die Anzahl von Verkehrsunfällen relativ gering ist. Wobei wir explizit festhalten, dass jeder Unfall einer zu viel ist!

Darüber hinaus ist erwähnenswert, dass die von offizieller Stelle beauftragten Lärmmessungen an der Hahntennjoch-Straße, die letztendlich auch zu den in der Motorradsaison geltenden 30 Km/h-Beschränkungen geführt haben, ein interessantes Ergebnis zeigen:

die Lärmbelastung durch PKW ist bei Einhaltung der vorgegebenen Geschwindigkeitsbeschränkungen geringfügig stärker als bei Motorrädern!
Dazu kommt, dass Motorräder durch den geringeren Treibstoffverbrauch auch weniger Schadstoffe ausstoßen. Im Vergleich zum PKW fallen die Treibhausgasemis-sionen jährlich um 61.100 Tonnen CO2-Äquivalent geringer aus, davon 4.200 Tonnen CO2-Äquivalent aufgrund niedrigerer staubedingter Emissionen.

Abschließend wollen wir alle MotorradfahrerInnen und MopedfahrerInnen auffordern, die vorgegebenen Geschwindigkeitsbeschränkungen, vor allem in neuralgischen Zonen und Wohngebieten, unbedingt einzuhalten und damit aktiv zur Lärmvermeidung beizutragen. Im Sinne der für uns alle offenen Straßen!

 

Vielen Dank für eure Unterstützung!


Kai-Uwe Bürskens - IGMoto "Interessensgemeinschaft der Motorradfahrer"    Verfasser der Petition kontaktieren


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