Petition gegen den Abschiebungsbescheid für Ali Rajabi

Wir, die Schüler der Klasse 10D der Rudolf-Steiner-Schule in Nürtingen, möchten die Abschiebung von unserem Freund und Mitschüler Ali Rajabi nach Afghanistan verhindern.

IMG-20171023-WA0012.jpg Ali musste sein Heimatland Afghanistan bereits als Baby verlassen. Nachdem seine Eltern aus religiösen und ethnischen Gründen ermordet wurden, flüchtete er mit seiner Tante und zwei Schwestern über Pakistan in den Iran, wo er bei seinem Onkel lebte. Wegen seiner wachsenden Skepsis gegenüber dem Islam und seinem großen Interesse am Christentum bekam Ali als Heranwachsender Probleme mit den iranischen Behörden und wurde von diesen 2014 nach Afghanistan abgeschoben. In Afghanistan verbrachte er zwei Monate bis ihm mit Hilfe von Schleppern die Rückkehr zu seinem Onkel in den Iran gelang. Dort wurde er wegen seiner offenen Abkehr vom Islam zunehmend von den Revolutionswächtern verfolgt und sah sich regelmäßig gewaltsamen Übergriffen ausgesetzt. Als 2015 die Grenzen in Europa offen waren, ergriff er alleine im Alter von 16 Jahren die Flucht nach Deutschland und ist seit September 2016 bei uns in der Klasse. Ali ist sehr gut bei uns integriert; durch seine liebevolle Art und sein einfühlsames Wesen hat er enge Freundschaften geschlossen und ist in kurzer Zeit ein wichtiger Bestandteil unserer Klassengemeinschaft geworden. Durch sein großes Engagement hat er schnell Deutsch gelernt und ist wegen seiner Hilfsbereitschaft und seinem Fleiß für viele von uns zu einem Vorbild geworden. Dieses Schuljahr könnte Ali bereits seinen Schulabschluss machen und danach eine Lehre beginnen. Ali bringt sich nicht nur auf vielfältige Weise in unser Schulleben ein, er tritt auch überzeugend für die Werte unserer Gesellschaft ein und kann uns durch seine persönlichen Erfahrungen verdeutlichen wie wertvoll Freiheit, Solidarität und Toleranz sind. Ali hat sich hingebungsvoll diesen Werten verpflichtet und ist mittlerweile zum Christentum konvertiert. Eine Abschiebung von Ali würden wir als Aufgabe von diesen freiheitlichen Werten empfinden.  Wir möchten Ali nicht verlieren und bitten inständig um Ihre Unterstützung. Bitte helfen Sie uns und Ali um zu verhindern, dass er in ein ihm fremdes Land abgeschoben wird. Ihn Afghanistan erwartet Ali keine Familie oder Freunde, vielmehr droht ihm wegen seiner Ethnie als Hazara und seines christlichen Glaubens im besten Fall Verfolgung und Gewalt, wenn nicht gar der Tod. Stattdessen wünschen wir uns für Ali eine sichere  und erfolgreiche Zukunft in unserem Land.


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