Nein! zu Rigi-Disney-World

Die Rigi Bahnen AG beabsichtigt, die Rigi mit 50 – 60 Millionen Franken in ein Disney World für über eine Million Touristen jährlich umzubauen, mit einer “Eventalp”, einem “Schwizer Bergdörfli” mit “Swiss-Shopping-Welt” und Schnapsbrennerei auf Rigi Staffel (1603 m ü. M.), einem neuen Spielplatz mit Streichelzoo, Baumhütten zum Übernachten und einer “Themenwelt Wasser mit Wasserspielplatz” auf Rigi Kaltbad, einem “Abenteuerpark Rigi” mit begehbarem Tannzapfenturm, einer “Alp-Olympiade”, einem “Augmented-Reality-Naturerlebnispfad” (Naturerlebnispfad mit computergestützter Realitätswahrnehmung) auf Rigi Scheidegg sowie einer “Themenwelt Bier” auf der Seebodenalp (Beispiele Masterplan / Medien).  

Mit dieser Petition werden die Entscheidungsträger, namentlich der Verwaltungsrat der Rigi Bahnen AG, gebeten, den Masterplan zu überdenken, auf ein nachhaltiges, qualitatives (Wirtschafts-) Wachstum zu setzen und die heutigen Natur- und Landschaftsressourcen zu bewahren.

Seit jeher hat die Rigi die Menschen fasziniert. Es war über Jahrhunderte die schlichte und gleichzeitig majestätische Einfachheit eines Bergs, der von einer faszinierenden Alpen- und Seenlandschaft umrundet die Besucherinnen und Besucher in ihren Bann zog. Auch heute noch sind es die weitgehend intakte Natur und die einzigartige Landschaft, welche die Königin der Berge als Tourismusdestination so einmalig machen. Verschiedene Analysen und Forschungsergebnisse belegen, dass für drei Viertel der Menschen eine intakte Natur und Landschaft das wichtigste Kriterium bei der Wahl der Ausflugs- und Feriendestination darstellt. Auch deshalb gilt es, zu vorhandenen Natur- und Landschaftswerten besonders Sorge zu tragen und der Rigi als Berg Respekt entgegenzubringen.

Wir nehmen die Anliegen breiter Bevölkerungskreise und von vielen Politikerinnen und Politikern von Arth, Vitznau und Weggis auf und wollen darlegen, dass die Rigi Bahnen AG dem falschen Trend folgt: In den Alpen entstehen immer mehr Freizeit-Ghettos. Dort ist man nicht mehr mit der Bergwelt konfrontiert, sondern mit einem ressourcenverschlingenden Konsum- und Vergnügungsangebot, aus welchen meist nur kurzfristiger Profit resultiert. Wollen wir das auf der Rigi?

Um solche Fehlentwicklungen zu verhindern, benötigen wir Ihre Stimme! Engagieren Sie sich mit uns für eine intakte Umwelt auf der Königin der Berge: Für unsere Nachkommen, für ein lebendiges Kulturerbe und für kleinregionale Eigenheiten, die Gemeinschaften ein Gefühl von Identität und Kontinuität geben. Künstliche Erlebnisse, die den Ausverkauf der Rigi bedeuten, wollen wir nicht.

Helfen Sie deshalb mit, die Rigi als Erholungsgebiet für künftige Generationen zu erhalten. Laden Sie gemeinsam mit uns die Gemeinderäte von Arth, Vitznau, Weggis und den Verwaltungsrat der Rigi Bahnen AG ein, ihre Verantwortung für die Umwelt und Natur vorausschauend wahrzunehmen und die Umsetzung des Masterplans (Umbau der Rigi für den Massentourismus) zu überdenken.

Alle Entscheidungsträgerinnen und -träger sind aufgerufen:

  • sich für die Bewahrung der Rigi als besonderes Kleinod mit weitgehend intakter Natur und Landschaft einzusetzen (siehe zum Beispiel die “Charta Vierwaldstättersee”, www.charta-vierwaldstaettersee.ch). Die Rigi soll eine von der Bevölkerung geschätzte, naturnahe Erholungsdestination bleiben, die meist nebelfrei ist, immer bessere Luft hat als die Talregionen, Ruhe ausstrahlt und zum Verweilen und Wandern einlädt.
  • die Akteurinnen und Akteure auf dem Berg und die Besucherinnen und Besucher in geeigneter Weise (Mitwirkungsverfahren) in die Weiterentwicklung der Rigi einzubeziehen. 

Jede Stimme zählt, um die Rigi auch für künftige Generationen als Erholungs- und Freizeitgebiet zu erhalten! Sie können bis Ende November Ihrer Stimme hier Ausdruck verleihen und unterschreiben. Machen Sie Bekannte und Freunde via soziale Medien auf diese Petition aufmerksam. Herzlichen Dank!

Erstunterzeichnende

René Stettler, Kulturwissenschaftler, Rigi Kaltbad, Initiant der Petition
Gabriele Bär-Richner, Unternehmerin und Mäzenin
Werner Bätzing, emeritierter Professor für Kulturgeographie, Bamberg
Ruedi Bechtler, Hotel Castell, Zuoz
Mario Botta, Architekt, Mendrisio
John Wolf Brennan, Musiker und Komponist, Weggis
Cécile Bühlmann, alt Nationalrätin Luzern, Grüne
Gion A. Caminada, Architekt, Professor für Architektur und Entwurf ETH
Dorly und Willy Camps-Stalder, Hotel Bergsonne, Rigi Kaltbad
Carl Elsener, Unternehmer, Victorinox AG
Roland Fischer, Präsident GLP Kanton Luzern
Sabine Felder Stulzer, Kunsthistorikerin, Stv. Gereralsekretärin Swissuniversities
Konrad Graber, Ständerat Luzern, CVP
Walter Graf, Bauökonom, alt Grossrat Luzern, CVP
Jost Grob, ehemaliger Direktor, Zuger Kantonalbank
Anton Gunzinger und Seraina Gunzinger Morell, Super Computing Systems AG
Eveline Hasler, Schriftstellerin und Autorin
Frieder Hiss, Architekt, Fachberater Landschaftsschutzverband
Vierwaldstättersee (LSVV)
Paul Huber, alt Regierungsrat Luzern, SP
Thomas Hürlimann, Schriftsteller und Autor
Andreas Iten, alt Regierungsrat und Ständerat Zug, FDP
Franz Kalbermatten, Arzt (Praxis Vitznau von 1982 bis 2013)
Franz Marty, alt Regierungsrat Schwyz, CVP
Thomas Mathis, alt Grossrat, Weggis
Hansruedi Müller, emeritierter Professor für Tourismus, Universität Bern
Vanja Palmers, Unternehmer und Mäzen, Felsentor
Andrea Pfalzgraf, Journalistin
Iwan Rickenbacher, Politikwissenschaftler
Louis Schelbert, Nationalrat Luzern, Grüne
Urs Steiger, Präsident Landschaftsschutzverband Vierwaldstättersee (LSVV)
Emil Steinberger, Kabarettist und Autor
Walter Stulzer, MSc, Partner Futureworks
Wolfgang Ulrich, alt Verwaltungsratspräsident, Korporation Berg und
Seeboden, Küssnacht
Andreas von Almen, Hotelier, Hotel Bellevue des Alpes, Kleine Scheidegg
Stanislaus von Moos, emeritierter Professor für Kunstgeschichte, Universität Zürich
Karl Weber, alt Verwaltungsratspräsident Unterallmeind Korporation Arth
Theo Weber, dipl. Forstingenieur ETH, Arth
Reto Wehrli, alt Nationalrat Schwyz, CVP
Hans Widmer, alt Nationalrat Luzern, SP

Personen aus der Bevölkerung, die diese Petition unterstützen:

Carmen und Theodor Affolter, Marlies Ambühl, Annemarie und Hans Andermatt, Barbara Bachmann, Priska Baur, Monica Boffo, Muriel Bonnardin, Ursula Briner-Bläuer, Markus Britschgi, Mark Buchecker, Orsolina Bundi-Lehner, Michael Camenzind, Andrea und Oliver Curth, Teresa Dawson, Manuel Eichmann, Emmi und Toni Erni, Martha und Paul Fassbind, Monika Fassbind, Doris Fässler, Dorly Frei, Bernardo Gebauer, Katja Patrizia Gisler, Matthias Gisler, Sandra Gisler, Diego Hangartner, Regula Hasler, Regina Helfer, Rolf Hengstler, Hansruedi Hitz, Paul Hollenwäger, Christina Hurst-Prager, Heiri Hutter, Kathrin Hüni, Juliette Hüsler, Alexander Karrer, Myrtha und Peter Kernen, Charles Linsmayer, Christina Ljungberg, Andres und Erna Lustenberger, Aldo Magno, Tom Mayer, Guido und Monika Menziger, Pius und Charlotte Meyer-Engeler, Jürg Minsch, Doris und Hagen Mühle, Romy Müller, Rita Oberli, Diemut Poppen, Lisbeth Reichlin, Zeno Reichlin, Herbert Reinecke, Margareta Reinecke, Ruth Reinecke-Dahinden, Alejandro Roquero, Brigitte Schär, Felix Schenker, Alex Schilter, Antoinette Schmid, Elisabeth Staffelbach, Maria Schmid, Konrad Strassmann, Margrit und Urs Thaler-Reichlin, Olga Tucek, Max Ulrich, Monica von Rosen, Felix von Wartburg, Daniel Waldis, Franziska Waldis, Eva-Maria Wagner, Karl und Marie Weber-Kenel, Beat Wicki, Ilhui Wicki, Alex Willener, Peter Wolf, Liza Wunderlin, Verena Zuber, Susanne Zurmühle.

Aktuelle Medienberichte zur Petition:

"Wie viel Tourismus verträgt die Rigi?", Dorotea Simeon, SRF "Echo der Zeit", 5:51 Min., 26.10.17
"Der Aufstand auf der 'Königin der Berge'", Erich Aschwanden, NZZ, Nr. 244, S. 15, 20.10.17
"Auf der Rigi hängt der Haussegen schief", Kilian Küttel und Yasmin Kunz, Luzerner Zeitung, 17.10.17 
"In zwei Tagen 600 Unterschriften gegen Rigi-Ausbaupläne", Jost Auf der Maur, Bote der Urschweiz, 17.10.17
"Zuviele Touristen - Aufstand auf der Rigi", Christian Hodel, Luzerner Zeitung, 15.10.17

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