Kindergartengebühren Lollar

Sehr geehrte Damen und Herren,

zuerst einmal möchte ich mich dafür bedanken, dass wir vor einigen Wochen einen guten Kompromiss für die Umsetzung der vom Land Hessen festgelegten Beitragsfreistellung gefunden haben. Dass das Land nun, nachdem die Satzung beschlossen wurde, Bestimmungen herausgibt, die jegliche Sitzungen, Satzungen und Einigungen hinfällig machen, ist mehr als ärgerlich.
Am Montag wurden, in einer Sitzung des Arbeitskreises Kindergarten, von der Verwaltung Alternativen für die Umsetzung vorgeschlagen, um die Kosten für die Stadt einigermaßen erträglich zu machen. Diese Vorschläge sind uns erst am Abend der Sitzung erläutert worden, so dass wir vorab selbst keine Überlegungen anstellen und Alternativen errechnen konnten. Dies habe ich nun nachträglich getan und möchte Ihnen diese gerne erläutern.
Die Notwendigkeit in irgendeiner Form auf die Bestimmungen zu reagieren, können wir nachvollziehen, sind aber mit den vorgeschlagenen Alternativen zwei und drei nicht einverstanden. Alternative eins wäre natürlich wünschenswert. Im Folgenden beziehe ich mich auf Alternative drei, da wir uns hoffentlich alle einig sind, dass wir die Alternative zwei nicht weiter diskutieren müssen.
Die geplante Gebührenerhöhung (im Ganztagsbereich um ca. 160€, sowie für den 7,25- Stunden-Platz um ca. 90€), mit dem Ziel möglichst den in der letzten Satzung festgelegten Betrag von den Eltern zu erhalten, belastet hauptsächlich die Eltern im Ganztagsbereich. Die überproportionale Belastung der noch zahlenden Eltern, die laut Bestimmungen eigentlich verhindert werden soll, wird durch eine Gebührenerhöhung vorab, einfach nur ungleichmäßiger verteilt. Zuerst einmal zahlen die Ganztagseltern natürlich auch ca. 95€ weniger als bei der bisherigen Gebühr. Eltern, deren Kinder nächstes Jahr in die Schule kommen, zahlen aber zum Beispiel 30 € pro Monat mehr, als es im Bambini Programm der Fall gewesen wäre, obwohl jetzt nicht mehr nur fünf, sondern sogar sechs Stunden frei sind.
Inwiefern in den kommenden Jahren eine weitere Anpassung der Gebühren nötig ist, ist nach Anlaufen der neuen Satzung zu eruieren. Sollte es aber zu einer Erhöhung kommen, zahlen die Ganztagseltern über kurz oder lang wieder über 200€ für ihren Platz, sprich für 3,5 Stunden so viel wie momentan für 9,5. Daher sollte hier die jetzt zu zahlende Gebühr niedriger angesetzt werden und zwar so, dass alle Eltern zumindest annähernd von der für ihr Kind gezahlten Förderung von 135,60€ profitieren. Bei der vorgeschlagenen Alternative drei würden die Ganztagseltern nur 96,61€ der Förderung erhalten, die Eltern des 7,25-Stunden Platzes mit 161,36€ mehr als für ihr Kind vom Land gezahlt wird und fast so viel wie die Eltern, die einen Halbtagsplatz in Anspruch genommen haben und nun 165€ sparen. Finanziert durch die geringere Anrechnung bzw. die höheren Gebühren bei den Ganztagsplätzen.
Ich denke die genauen Kriterien haben Sie inzwischen alle durchschaut. Alle Eltern müssen 6 Stunden freigestellt werden, sprich die Eltern des 7,25-Stunden-Platzes zahlen noch 1,25 Stunden, die Eltern des Ganztagsplatzes noch 3,5 Stunden. Diese Stunden dürfen, was den Stundensatz betrifft, nicht teurer sein als der günstigste Platz, also der 5,25 Stunden Platz, der nun kostenlos zur Verfügung gestellt werden muss. Zum zumindest annähernden Erreichen der in der letzten Satzung festgelegten Elternbeiträge und um die Eltern der Ganztagskinder nicht übermäßig zu belasten, damit die fehlenden Beträge im Halbtagsbereich ausgeglichen werden können, sollte unserer Meinung nach nun zuerst einmal eine Staffelung der Stundensätze beibehalten werden. Im Laufe der nächsten zwei Jahre ist eine schrittweise Angleichung des Stundensatzes des 9,5-Stunden-Platzes auf den des 7,25 Stunden-Platzes in Ordnung.
Bei der Festlegung der Stundensätze ist darauf zu achten, dass ein längerer Platz im Endbetrag nicht günstiger ist als die kürzeren, im Stundensatz aber nicht teurer. Dass für längere Plätze ein geringer Stundensatz angesetzt wird, ist allerdings zulässig. Bei der von uns vorgeschlagenen Lösung, werden die Kosten gerechter auf die verbleibenden zahlenden Eltern verteilt bzw. die Förderung kommt etwas gerechter bei den Eltern an.
Insgesamt bitte ich darum, dass schriftlich festgehalten wird, dass die immense Gebührenerhöhung nur so lange greift, wie es auch die Förderung vom Land Hessen gibt. Sollte diese aus irgendeinem Grund nicht mehr gezahlt werden, werden die jetzigen Gebühren, sprich 165€, 214€ und 244€ wieder in die Satzung aufgenommen werden.
Ich habe die von uns vorgeschlagene Lösung noch einmal in der folgenden Tabelle deutlich gemacht:

bersicht-Gebhren-Vorschlag-Elternbeirat-12.gifBitte beachten Sie auch meinen Vorschlag, die mittlere Zeit um 0,25 oder 0,75 Stunden zu verlängern. Hier gibt es allerdings laut Verwaltung Probleme mit den Personalkosten, die meiner Meinung nach aber einmal genau ausgerechnet werden sollten.

Ich hoffe unsere Vorschläge und unsere Bedenken einigermaßen verständlich erklärt zu haben. Bei Rückfragen stehe ich jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Daniela Schmitt
als Vertreterin der Eltern

Unterschreibe diese Petition


ODER

Der Ersteller dieser Petition sieht alle Informationen, die Sie in diesem Formular eingeben.
Facebook