Gegen die Vollsperrung der B276 zwischen Bieber und Roßbach

Es geht um die von Hessen Mobil angekündigte Vollsperrung der Bundestraße „B276 in den hessischen Sommerferien 2022“ zwischen Biebergemünd-Bieber und Biebergemünd-Roßbach. Die Bauphase soll sich über ganze 6 Wochen hinziehen!

Die von Hessen Mobil geplante Vollsperrung ist in diesem Umfang und Ausmaß nicht verhältnismäßig und für die betroffenen Bürger unzumutbar. Dies wird durch die folgenden Beispiele weiter ausgeführt:

  1. Der in Bieber ansässige Pflegedienst kümmert sich sowohl um Patienten in Bieber als auch in Roßbach. Die ohnehin schon eng gesteckten Termine können mit der Vollsperrung gar nicht mehr gewährleistet werden. D.h. hier wird ein klarer Nachteil der Schwächsten unserer Gesellschaft durch Hessen Mobil unbedacht und fahrlässig in Kauf genommen.
  2. Alleinerziehende Mütter/Väter aus Roßbach, Lanzingen, Breitenborn und Lützel, welche Ihre Kinder in den Sommerferien zur Betreuung in die Grundschule Bieber bringen müssen, da keine Möglichkeit besteht die Kinder privat unterzubringen (u.a. Kostenfaktor) oder keiner Mutter/keinem Vater zugemutet werden kann seinen Jahresurlaub für dieses Bauvorhaben aufzubrauchen. Gleichermaßen betrifft dies natürlich auch die Eltern aus Roßbach, Lanzingen, Breitenborn und Lützel die Ihre Kinder in den Kindergarten nach Bieber bringen müssen. Der Kindergarten ist zudem von den 6 Wochen Sommerferien 3 Wochen geschlossen.
  3. Arbeitnehmer aus Bieber/Roßbach müssen einen Umweg von 40 km einfach (80 km hin und zurück) in Kauf nehmen, dies ist unzumutbar und das nicht nur wegen der extrem hohen Spritpreisen.
  4. In beiden Ortteilen ansässige Kleinunternehmer/Firmen: hier bezieht sich das genauso wie unter Punkt 3 dargestellt. Die erhöhten Kosten und der erhöhte Zeitaufwand stehen in keinem Verhältnis zum geplanten Bauvorhaben.
  5. Bei Arztbesuchen in Bieber oder Kassel/Wirtheim/Gelnhausen müssen die Patienten einen nicht nachvollziehbaren Aufwand betreiben, um teils sehr wichtige Arzttermine wahrnehmen zu können. Ein Beispiel: Eine Patientin aus Roßbach, 75 Jahre alt, alleinstehend ohne Familie im Ort, ist auf den Bus angewiesen. Wann muss die gute Dame aufstehen, damit sie um 8 Uhr den Termin in ihrer Arztpraxis wahrnehmen kann. Hier werden, ohne nachzudenken, wieder einmal die Schwächsten dafür bestraft, dass die Behörden (Hessen Mobil) uneinsichtig sind und nur stur nach Schema „F“ arbeiten.
  6. Geringverdiener sind ebenso die Leidtragenden. Sie verdienen eh schon wenig und müssen ebenfalls einen Umweg von 30-40 km in Kauf nehmen, um auf die Arbeit zu kommen. Auch hier spielen die Benzinpreise eine große Rolle. Denn diese Geringverdiener machen sich ernsthaft Gedanken, ob es sich noch lohnt zur Arbeit zu fahren, wenn man einen Umweg von bis zu 40 km einfach (80 km hin und zurück) fahren muss. Wenn dann noch das Thema Kinderbetreuung eine Rolle spielt, der/die Arbeitnehmer/in zu einer bestimmten Uhrzeit Zuhause sein muss, wird das Aufsuchen der Arbeitsstätte zum Ad absurdum.
  7. Wir erhielten den Hinweis, dass jeder Postzusteller sowohl die Post von Roßbach als auch Bieber im Fahrzeug dabei hat. Die Zusteller haben schon gehörigen Druck, die Post pünktlich zuzustellen. Das mögliche Argument mehr Fahrzeuge zu nutzen, ist hinfällig, hier ist weder Personal noch sind genügend Autos vorhanden.
  8. Die Müllabfuhr ist ein weiterer wichtiger Punkt, denn die Ortsteile Bieber und Roßbach werden immer am selben Entsorgungstag angefahren, unabhängig welcher Müll laut Abfallkalender eingesammelt wird. Hier ist auch wichtig zu erwähnen, dass dann eventuell die gesetzlich vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten nicht mehr eingehalten werden können. Was bitte soll der Fahrer machen, wenn diese überschritten werden?
  9. Das Freibad in Bieber wird ausgerechnet in den Sommerferien ausgebremst, wo die Gemeinde Biebergemünd erst 2 neue Badewasserfilter angeschafft und eine große Investition getätigt hat. All das auch nach 2 Sommerperioden mit Corona, die sicherlich ohnehin schon Einkommenseinbußen gebracht haben.  Das Freischwimmbad in Bieber freut sich sehr großer Beliebtheit auch aus umliegenden Gemeinden und Städten. Diese Menschen werden aus dem Grund der Vollsperrung sich ein anderes Schwimmvergnügen suchen (Gelnhausen, Bad Orb, Wächtersbach) und somit wird auch der Tourismus, der für die Spessart-Gemeinde wichtig ist, ein unnötiger Riegel vorgeschoben. Es ist naiv zu glauben, dass diese auswärtigen Gäste, im Sommer darauf einfach wieder so zurückkommen.

Dies alles ist nur ein Bruchteil von nachvollziehbaren und gerechtfertigten Einwänden, dass es bei diesem Bauprojekt keine Vollsperrung geben darf.

Es gäbe die Möglichkeit einer halbseitigen Straßensperrung mit Ampelführen.

Zudem wären auch weitere Möglichkeiten durchführbar:

  • eine Umleitung über die Roßbacher Straße (alte Hauptstraße) mit Ampelbetrieb, nicht für Durchgangsverkehr, sondern nur für die Anlieger.
  • Einbahnstraßenregelung von Bieber in Fahrtrichtung Roßbach über die alte Hauptstraße und von Roßbach in Fahrtrichtung Bieber über den befestigten Schotterweg (nicht der Fahrradweg) auf der anderen Seite.
  • oder das Bauvorhaben im 3-Schichtbetrieb durchzuführen. Hier hätte man zumindest die Zeit auf ca. 14 Tage reduziert.
  • die halbseitige Sperrung der B276 mit Ampelführung, erst das abfräsen der einen Straßenseite, dann das abfräsen der anderen Straßenseite und für den letzten Bauabschnitt, das Auftragen der neue Deckschicht (Fahrbahndecke). Das bedeutet  dass die Vollsperrung der Straße nur für den letzten Bauabschintt nötig wäre. Aber dann eben nur für den überschaubaren Zeitraum von einer Woche.

Es geht hier ausschließlich um den Anliegerverkehr, der Schwerlast- und Durchgansverkehr muss natürlich die ausgeschilderte Umleitung nutzen.

Zumindest machen sich die betroffenen Bürger aus Biebergemünd, Flörsbachtal, Wiesen, Frammersbach, etc. wohl mehr Gedanken als die zuständige Behörde von Hessen Mobil.

Daher ist es umso wichtiger, dass hier so viel wie möglich diese Petition unterschreiben, nur so können wir Gehör bekommen und werden auch für ernst genommen.

Wie dürfen uns nicht alles gefallen lassen!!!

Daher der Aufruf an alle…bitte unterstützt die Petition mit eurer Unterschrift und teilt den link der Petition.

Danke!!!

Unterschreibe diese Petition

Durch meine Unterschrift erkläre ich mich damit einverstanden, dass Olaf G. alle von mir im Rahmen dieses Formulars gemachten Angaben einsehen kann.

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht öffentlich online angezeigt.

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht öffentlich online angezeigt.


Ich erteile mein Einverständnis zur Verarbeitung der von mir in diesem Formular zur Verfügung gestellten Informationen zu folgenden Zwecken:




Bezahlte Werbung

Wir machen bei 3000 Menschen Werbung für diese Petition.

Erfahren Sie mehr …