Für den Erhalt der pädiatrischen Kardiologie am LKH Graz

Sehr geehrte Unterstützerin, sehr geehrter Unterstützer für unser Anliegen!

Wir vom Verein „Hilfe für das Herzkranke Kind“ treten mit der Bitte an Sie heran, unsere Aktion für den Erhalt der pädiatrischen Kardiologie am LKH Graz als eigenständige Abteilung zu unterstützen.

Mit Entsetzen und großer Besorgnis haben wir den Zeitungsartikeln der "Kleinen Zeitung" am 7. Juli 2015, am 12. Juli 2015 am 14. Juli 2015 sowie am 15. Juli 2015 entnommen, dass die „Klinische Abteilung für pädiatrische Kardiologie“ an der Universitätsklinik für Kinder – und Jugendheilkunde am LKH Graz ein „Auslaufmodell“ ist und in die Klinische Abteilung für allgemeine Pädiatrie der Kinderklinik integriert werden soll. Dies bedeutet für die Betreuung und Behandlung unserer Herzkinder einen wesentlichen Nachteil, da es durch diese Umstrukturierungen keine zuständigen speziell ausgebildeten Kinderkardiologen mehr geben wird. Auch die Betreuung der Herzkinder im Erwachsenenalter, die von der pädiatrischen Kardiologie durchgeführt wird, wird es in Zukunft in dieser Form nicht mehr geben. Diese Vorgangsweise widerspricht allen internationalen Erfahrungen, da in allen Herzzentren und an Universitäts¬kliniken die Kinderkardiologie als eigene selbständige Abteilung geführt wird.

Das bedeutet für alle HERZKINDER, dass Sie in Südösterreich (Osttirol, Kärnten, Steiermark und südliches Burgenland) nicht mehr in einer Spezialabteilung betreut werden. Als Folge dieses Plans wird es naturgemäß zu einer Verschlechterung der Versorgung herzkranker Kinder kommen. In Zukunft würde es nur mehr eigenständige Kinderkardiologien in Wien, Linz und Innsbruck geben. Bei speziellen Untersuchungen ist hierbei nicht nur die weite Anreise von den betroffenen Eltern aus Südösterreich zu bedenken, sondern, dass die verbleibenden drei pädiatrischen Kardiologien diese hohe Anzahl von Betroffenen kaum mehr aufnehmen werden können. Zumindest werden lange, lange Wartezeiten die Folge sein. In Notfällen könnte das zu unvorstellbaren medizinisch kritischen Situationen bei unseren "HERZKINDERN" führen, was unverantwortlich ist.

Rund 1 % aller Neugeborenen haben einen angeborenen Herzfehler, was jährlich zu rund 6.500 ambulanten und/oder stationären Patientenkontakten an der Klinischen Abteilung für pädiatrische Kardiologie in Graz führt. Um die Versorgung unserer herzkranken Kinder optimal zu sichern, steht daher derzeit rund um die Uhr und auch am Wochenende ein ausgebildeter Kinderkardiologe zur Verfügung. Dies kann in bestimmten Fällen für ein Kind lebensrettend sein. Durch diese geplante Neuorganisation würde dies in Zukunft nicht mehr möglich sein!
Wir sind in den letzten Wochen an alle wichtigen Entscheidungsträger herangetreten und haben um einen Besprechungstermin für unser Anliegen ersucht. Leider sind die Entscheidungsträger in Bund und Land derzeit zu keinen Diskussionen bereit, auf diese Problematik einzugehen.

Aus diesem Grund ersuchen wir Sie uns zu unterstützen. Machen Sie in Ihrer Umgebung soweit als möglich auf diesen Umstand aufmerksam, dass in Zukunft für Herzkinder und alle Neugeborenen Herzkinder aufgrund der geplanten Auflösung der Abteilung für pädiatrische Kardiologie eine ausreichende Versorgung in Südösterreich konkret in Gefahr ist.

Unterstützen Sie uns bitte mit allen möglichen Mitteln und Initiativen. Wir kämpfen für den Erhalt der Klinischen Abteilung für pädiatrische Kardiologie an der Univ. - Klinik für Kinder - und Jugendheilkunde in Graz in Ihrem Interesse, damit Kinder mit angeborenen Herzfehlern oder mit später eintretenden Herzproblemen weiterhin best möglich betreut werden können.

Unterstützen Sie daher unser Anliegen bitte mit Ihrer Unterschrift, da jeder betroffen sein kann, der Kinder, Enkelkinder oder Urenkelkinder hat oder solche erwartet.

Falls Sie die Möglichkeit haben, treten Sie auch an Entscheidungsträger heran und machen Sie auf das Anliegen der Herzkinder aufmerksam.

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe im Namen der herzkranken Kinder.


Verein "Hilfe für das Herzkranke Kind"    Verfasser der Petition kontaktieren

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